Fotos: Alex Meier
Sichtlich geschwächt versuche ich mit meiner Hand nach einem Griff am Fels zu suchen, um ausreichend Stabilität für den nächsten Schritt zu bekommen. Danach folgt der große Schritt und das Aufrichten des Körpergewichtes plus den 16 Kilo des Rucksacks. Endlich sind ein paar weitere Zentimeter Richtung Gipfel geschafft. Blicke ich allerdings nach oben in das gleißende Sonnenlicht, realisiere ich, dass wir bis zur Kammüberquerung noch Stunden brauchen werden. Erst dort oben haben wir den Aufstieg beendet. Nahrungsmangel, Müdigkeit und extreme Hitze bringen meinen Kopf zum Explodieren. Schwindel kommt gelegentlich auf. Eigentlich ein Zeichen für eine längere Pause. Aber der Drang, endlich diesen verdammten Aufstieg hinter mich zu bringen ist viel zu groß.
Der GR-20 zählt zu den anspruchsvollsten Bergwanderwegen Europas, der sich von Nord nach Süd durch Korsikas Bergwelt schlängelt. Im Juli und August forderten drei Freunde und ich diesen Trail heraus. Wir unterschätzten dieses Vorhaben auf fast allen Ebenen. Dadurch wurde der GR-20 die härteste Tour, die wir bisher gemacht haben. In diesem Reisebericht teile ich unsere Erfahrungen mit euch und gebe wertvolle Tipps, die in keinem Wanderführer zu finden, für die Planung aber essentiell sind.
![]() |
Was ist eigentlich dieser GR-20?
Die Bezeichnung wirkt mehr als unkreativ. Irgendwie erinnert der Name an eine Archivierungsnummer. Aber dahinter steckt natürlich ein System. In Spanien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden wurde vor vielen Jahren ein Wandernetz für Fernwanderwege ausgebaut. Auf französisch heißen diese Wege „Grande Randonneé“. Daraus ergibt sich die Abkürzung GR. Für die genaue Zuordnung werden Zahlen verwendet. Es entsteht die Zusammenstellung GR-20.
Das Besondere an diesem Weg sind die anspruchsvollen Tagesetappen, die eine gute körperliche Fitness voraussetzen. Auf über 170 km müssen über 12.500 Höhenmeter überwunden werden. Dies liest sich leichter, als es in der Praxis zu erleben ist. Gleichzeitig zählt dieser Weg zu den schönsten der GRs.
Vorbereitung auf den GR-20
Empfehlenswert ist ein einfaches Training als Vorbereitung. Dies empfehle ich nicht nur Neueinsteigern, sondern auch erfahrenen Wanderern. Immerhin werden Bein- und Armmuskulatur dauerhaft belastet. Ich habe zum Beispiel auf mein Monatsticket in Berlin verzichtet und bin alle Strecken mit dem Rad und hohem Tempo gefahren. Außerdem standen Joggen und lange Tageswanderungen mit meinem Hund auf dem Programm. Als Vorbereitung hat dies ausgereicht. Ich fühlte mich auf dem GR-20 zwar nicht topfit, aber auch nicht unsportlich.
Die Ausrüstung ist eine individuelle Angelegenheit. Jeder hat seine Vorlieben. Einige wollen die leichteste (und damit teuerste) Ausrüstung, andere sind Minimalisten und verzichten lieber auf einige Gegenstände. Wir hatten eine einfache Grundausrüstung:
- Rucksack (55L +10)
- eine kurze Hose
- zwei normale Shirts
- drei Unterhosen
- Thermounterwäsche
- Fleecepullover
- Trekkingsocken
- Zelt
- Gaskocher + zwei Kartuschen
- Stirnlampe
- Wasserblase
- Waschzeug
- Nahrung
- Reisetagebuch
- Messer und andere Kleinigkeiten
Da unsere Gruppe aus bescheidenen vier Personen bestand, haben wir zwei Zwei-Personen-Zelte besorgt. Eines für 100 Euro von Mc Kinley und eines für...jetzt kommt’s: 14,99 Euro vom Dänischen Bettenlager. Ein einfaches Kinder-Sommerzelt. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Mc Kinley vollkommen ausgereicht hat. 1,3 Kg und halbwegs wasserfest = Top! Aber beim Billigzelt hatten wir schon etwas Angst und haben gleichzeitig gestaunt. Immerhin hat es wirklich starke Stürme ausgehalten und seinen Zweck erfüllt. Dennoch bleiben Übernachtungen in solch einem Zelt ein riskantes Unterfangen. Es hätte auch sehr schnell zerreißen können.
Wie viel Zeit soll ich für den GR-20 einplanen und welche Routen gibt es?
Angeblich benötigt ein geübter Wanderer 15 Tage für den gesamten Weg. Dies ist ohne Zweifel möglich, allerdings sollte diese Zahl nicht für die Planung genutzt werden. Ruhetage sind empfehlenswert. Gerade die oft sehr langatmigen Abstiege beanspruchen die Kniegelenke auf höchstem Niveau.
Die Route des gesamten Weges führt von Calenzana über Vizzavona nach Conca. Der nördliche Teil (Calenzana nach Vizzavona) zählt zum anspruchsvollen und schönsten Teil. Daher entschieden wir uns auch für diesen Teil. Die Möglichkeiten der Routenplanung ist vielfältig. Der ursprüngliche GR-20 hat die typische Weiß-Rote Routenmarkierung. Es gibt aber auch zu jeder Etappe diverse (angenehmere) Ausweichrouten. Diese können im Wanderführer nachgeschlagen werden. Wir sind den ursprünglichen GR-20 abgelaufen.
Von insgesamt 20 Etappen, die den GR-20 bilden, haben wir die Hälfte geschafft. Dann kamen wir am Bahnhof von Tattone an und haben damit unser Ziel erreicht.
Wer also gute zwei Wochen für den nördlichen Teil einplant, ist auf der sicheren Seite.
...erzähl doch endlich, was erlebt man auf dem Weg?
Dieser Wanderweg wird durch das Wort “Wandern” unglaublich unterschätzt. Meiner Meinung nach hat er mit Wandern nur wenig zu tun. Bergsteigen trifft auch nicht voll und ganz zu. Klar ist, dass wir diesen Weg, vermutlich durch die Bezeichnung Wanderweg, ziemlich unterschätzt haben. Bereits auf der Zugfahrt, mit einer alten und klapprigen Bergbahn, die uns zum Startpunkt bringen sollte, berichteten uns zwei Stuttgarter über die verflixte erste Etappe von Calenzana bis zum ersten Refuge (Berghütte). Diese, so kann ich jetzt bestätigen, zählt wirklich zu den Härtesten. 1360 Meter Aufstieg auf einer Strecke von 11 km. Als erste Herausforderung ist dies wirklich kein Spaziergang. Ein Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Als wir endlich unser Refuge “D‘Ortu di u Piobbu” erreichten, wurden wir auch noch mit schlechtem Wetter belohnt. Es schien unmöglich unter freiem Himmel zu schlafen, ohne das Zelt zu einem Planschbecken werden zu lassen. Die Wirtin gab uns daher vier Matratzen, die wir auf der dritten Schlafebene niederlegen konnten, direkt unter dem Dach. Im Nachhinein überlege ich, ob es nicht vielleicht klüger gewesen wäre, im Regen zu zelten. Die dritte Schlafebene war nämlich voller Parasiten. Massen von Käfern, Kleiderläusen und anderen Krabbeltieren machten es sich in unseren Schlafsäcken gemütlich. Ziemlich unangenehm.
Ab der zweiten Etappe beginnt ein sich ständig wiederholendes Höhenprofil. Von dem Refuge aus geht es auf kurzer Distanz meist 400 – 500 Meter in die Höhe. Anschließend folgt ein langer Abstieg. Oft gibt es noch einen Gegenanstieg. Als Monotonie würde ich es dennoch nicht bezeichnen, da sich Fels, Untergrund und Umgebung Tag für Tag ändern. Es gibt demzufolge täglich eine Kammüberquerung. Der höchste Punkt einer jeden Etappe. Die Wiedergutmachung des harten Aufstieges. Gerade die ersten Etappen bieten von diesen Punkten aus einen weiten Blick über die Bergwelt Korsikas. Sofort wird deutlich, dass die Insel aus einer unvorstellbaren tektonischen Kraft heraus entstanden sein muss.
Die Höhepunkte der nördlichen Tour des GR-20 sind meiner Meinung nach der Cirque Du Solitude und die gesamte vierte Etappe. Der Cirque Du Solitude (Deutsch: Kessel der Einsamkeit) ist zwar alles andere als einsam, aber hier schlägt das Kletterherz höher. Mit befestigten Ketten und in Kletterhaltung geht es erst 253 Meter in die Tiefe und anschließend 288 Meter in die Höhe. Der “Kessel” ist so steil, dass er zur Schwierigkeitsstufe 2 in der Kletterei zählt. Es liegt also für jedermann im Bereich des Möglichen. Stellt euch vor, dass ihr nach einer durchzechten Nacht versucht, volltrunken auf allen Vieren das Treppenhaus hinaufzuklettern. So schwierig ist diese Wand. Ungefähr...
Trotzdem ist der Aufstieg besonders gefährlich. Loses Gestein liegt auf dem Weg verteilt und kann bei Unachtsamkeit der Wanderer zu einem gefährlichen Steinsturz führen. Das Gefährliche hierbei sind nicht die Steine, sondern die unerfahrenen Wanderer, die über dieses Gesteinsfeld trampeln. So geschah es, dass uns ein Steinschlag ereilte, während wir aufstiegen. Ich hörte noch die Rufe “Attention!!” und “Danger!!!” von oben herab und das laute Schottern der herabfallenden Steinlawine. Ich erblickte einen Stein, der direkt auf einen Franzosen zusteuerte. Mit der dreifachen Größe seines Kopfes, beschleunigte das Gestein exponentiell. Einige Meter vor dem Franzosen prallte der Stein auf, zerbrach in drei Teile und flog direkt über ihn hinüber. Unangenehme Bilder gingen mir nach diesem Szenario durch den Kopf. Hoffentlich war dem Mann bewusst, dass er einen wachsamen Schutzengel hatte. Gleichzeitig entbrannte eine Wut in mir: Anscheinend sind sich einige Wanderer der Gefahr eines sich lösenden Steinschlages nicht bewusst. Äußerste Vorsicht ist hier gefragt. Jeder Schritt sollte durchdacht sein.
![]() |
| Die erste Hütte auf dem Weg |
Der zweite Höhepunkt ist die gesamte siebte Etappe. Diese ist zwar mit 16 km die Längste, aber mit nur wenigen Höhenmetern (vergleichsweise) entspannter. Die Landschaft auf dem Weg ist wirklich unvergleichlich. Es geht durch weite Mischwälder, über Bergkämme mit schief wachsenden Bäumen, an einem Bergsee und an Badegumpen vorbei. Die Badegumpen, die immer wieder am GR-20 auftauchen, können bedenkenlos als Planschbecken missbraucht werden. Bei fast 40°C in der Sonne sind sie eine willkommene Abwechslung.
...und wo ist der Haken?
Leider hatte der GR-20 einen nicht zu unterschätzenden Haken: Geld! Als ich auf der ersten Hütte die Preise für einfache Lebensmittel sah, drehte sich mein Magen um. Gedanken wie: “Wenn auf jeder Hütte diese Preise verlangt werden, müssen wir Hungertage einplanen.” oder “Alles oder nichts. Die nächsten Hütten werden bestimmt günstiger.”, gingen mir durch den Kopf. Die Reiseführer geben an, dass die Preise “ein wenig” teurer sind. Für ein Stück Brot variierten die Preise zwischen 4 und 8 Euro. “Ein wenig” finde ich ein wenig untertrieben. Hinzu kommen die Stellkosten für Zelte und/oder die Kosten pro Person. Das Problem ist, dass es fast unmöglich ist, Lebensmittel für zwei Wochen in einem Rucksack zu transportieren. Also mussten wir diese streng rationieren. Es gab Tage, an denen wir uns nur von Wasser und ein paar Müsliriegeln ernährt haben. Es gibt keinen Bankautomaten auf dem Weg. Kartenzahlung ist lediglich in Haute Asco und Castellu di Verghio möglich, da diese im Winter Skiorte sind und Restaurants ihre Speisen mit anschließender Kartenzahlung anbieten.
Der GR-20 ist ein teurer Wanderspaß. Mit 200 bis 300 Euro in der Tasche, müsstet ihr in den Hütten gut verpflegt werden. Wir haben Wanderer getroffen, die ihr Vorhaben frühzeitig wegen finanzieller Fehlkalkulation abbrechen mussten. Wirklich ärgerlich, wenn eine Fernwanderung in der Natur des Geldes wegen aufgegeben werden muss. Das klingt in meinen Ohren absurd. Für mich zählten Wanderurlaube bisher zu den günstigsten Reisen.
![]() |
| Geschafft - Der Aufstieg nach dem "Kessel" |
Das Fazit
Stürmische Nächte, körperliche Herausforderungen, wunderschöne Natur, nette Menschen und ein großes Abenteuer – der GR-20 lohnt sich. Ihr nehmt wertvolle Erfahrungen mit nach Hause. Diese Tour bremst euch aus; holt euch zurück zum Wesentlichen. Keine Moderne, nur ihr, eure Freunde und die netten Bekanntschaften auf dem Weg. Die Natur dient als Inspiration für das Alltägliche. Gedanken bekommen Struktur. First World Problems gibt es hier nicht. Teamwork erleben, Nahrungsrationen kalkulieren, natürliche Hindernisse überwinden, starke Nerven und einen Blick für die Natur haben. Ihr trefft auf Menschen, mit denen ihr sofort auf einer Ebene seid. Obendrauf kommt ihr in den Genuss der romantischsten Sonnenaufgänge und den erstaunlichsten Nachthimmel, die ihr je gesehen habt.
...Ihr müsst es einfach erleben!

















Hi Stefan, was für hammer Farben bei deinen Bildern, da konnte ich mit meiner kleinen Taschenkammera nicht mithalten. Es lohnt sich also für die Kammera mehr Gewicht einzuplanen.
AntwortenLöschenGruß Sören
P.s. Christian genießt gerade wieder zwei Wochen Algajola mit Familie faul am Strand...
Hallo Sören,
Löschenvielen Dank. Die Bilder hat Alex gemacht. Ich werde es weiterleiten. Deine Bilder werde ich in einem späteren Artikel über die Insel Korsika einbauen. Ich schicke dir dann einen Link ;)
Gruß,
Stefan
PS: Na das hat sich der Christian auch verdient. Grüße von uns!
Wow! Ich bin beeindruckt! Nicht nur von den Fotos, sondern von der ganzen Story! Eine Frage, die sich mir aufdrängt - warum habt ihr EIN Billigzelt mitgenommen? Zu Testzwecken? Und habt ihr abwechselnd drin geschlafen? ;-)
AntwortenLöschenToller Bericht, danke fürs mitnehmen!
Liebe Grüße,
Heike
Vielen lieben Dank Heike! Neben dem Billigzelt, hatten wir ja noch ein "normales" Trekkingzelt. Allerdings mussten zwei Personen im Kinder-Sommer-Zelt schlafen. Der Grund hat finanzielle Hintergründe. Zelte kosten leider ZU viel Geld. Außerdem....wäre es doch sonst langweilig geworden ;)
LöschenViele Grüße,
Stefan
1. Tolle Bilder! (Bild 2 - hui. Da wird einem gleich anders!)
AntwortenLöschen2. Hut ab!
3. Das mit dem Geld - Krass! (Hungern ist bei mir nicht, da werde ich unausstehlich :D)
Scheint ne tolle Erfahrung gewesen zu sein :-)
Freut mich, dass es dir gefällt.
LöschenJap, war schon echt nicht einfach. Da brauchte man teilweise starke Nerven, gleichzeitig wurde man aber mit einer wahnsinnig tollen Landschaft belohnt ;)
Gruß,
Stefan
Tolle Bilder!!! Habt ihr die Farbe mit Photoshop ein bisschen ergänzt ;) oder waren sie wirklich so? Auf jeden Fall krieg ich jetzt Lust!!!
AntwortenLöschenVoll ärgerlich, dass die Preise so hoch sind, das find ich auch total beschissen... 8 Euro für ein Stück Brot??? Wahnsinn...
Gibt es viele Klettersteige auf dem Weg? Ich habe ein leichtes Problem damit (schon von den Bildern wird mir schwindelig...)?
Hey hey, vielen Dank! Die Bilder wurden teilweise ein wenig nachbearbeitet, aber letztenendes haben uns die Farben dort echt umgehauen. Das Preisproblem kann man umgehen, wenn man sein eigenes Essen mitnimmt. Wird dann aber auch unangenehm Schwer mit dem Rucksack.
LöschenKlettersteige gehen eigentlich. Auf einigen Etappen sind welche zu finden, aber ab der 6. Etappe ist eigentlich alles ganz easy ;)
...aber schwindelfrei solltest du wirklich schon sein!
Gruß,
Stefan
Ja, das dachte ich mir schon. Ich bin auf der Suche nach einem Weg, meine Höhenangst zu überwinden. Mein Vater hatte damals genau deswegen angefangen zu klettern.
AntwortenLöschenWow und ähm...Wow! Das klingt trotz der Probleme nach einem wunderschönen Trip. Eure Bilder machen Lust auf mehr und sind sicher ein Ausgleich für die Strapazen. Respekt und danke für den tollen Bericht!
AntwortenLöschenSeid ihr jeden Tag an einer Hütte vorbei gekommen? Das Thema Nahrung wäre für mich das größtes Problem. Wasser habt ihr aus den Seen entnommen?
Danke Steven! Genau, wir kamen am Ende eines jeden Tages an einer Hütte vorbei. Einige Hütten ware bewirtschaftet und andere waren einfach nur Unterkünfte mit Zeltmöglichkeiten. Wasser bekamen wir von natürlichen Wasserquellen, die immer wieder am Wegesrand zu finden sind. Frisches, leckeres Quellwasser ;)
LöschenGruß,
Stefan
leider G E I L !!
AntwortenLöschenHAHA Danke Sven :)
LöschenKlasse Stefan!Bin echt beeindruckt und freue mich für eure Generation, solche Möglichkeiten überhaupt ausschöpfen zu können. War ja leider nicht immer und für alle möglich! Gleichzeitig ist es schön, zu hören und zu sehen, dass die heutige Jugend auch die Natur und die einfachen Dinge des Lebens genießen kann und auch zu schätzen weiß. :-) Dein toller Bericht mit den wertvollen Ratschlägen und die wunderschönen Bilder von Alex, weden vielen Anderen Mut und Ansporn geben, in eure "Fußstapfen" (im warsten Sinne des Wortes ;-) ) zu treten. Ich denke das wird euch garnicht bewusst sein, aber durch euch beginne ich den heutigen Tag gleich mit Freude und Hoffnung! Danke und ich freue mich auf den nächsten Bericht! :-) LG Ina
AntwortenLöschenHallo Ina,
Löschenes freut mich wirklich sehr, dass dir der Bericht gefält und wir dazu beitragen konnten, dass du "mit Freude und Hoffnung" in den Tag startest. Wir sind natürlich froh, dass wir die Freiheit des Reisens in vollen Zügen genießen können. Aber hey, niemand ist zu alt seinen Rucksack zu packen und loszuziehen ;) Wir haben zum Beispiel einen Vater (um die 60 Jahre alt) mit seinen Söhnen auf dem GR-20 getroffen. Dieser liebt das Reisen.
Musst mal mitkommen auf eine Wanderung ;)
Gruß,
Stefan
Jau, gib mir Bescheid :-)!
LöschenHallo Sohn,
AntwortenLöschenes ist immer wieder ein Erlebnis, deine Berichte zu lesen.
Wenn wir uns auch vor langer Zeit gewünscht hätten, solche Touren zu machen, so war es doch nicht möglich und vielleicht auch nicht gewollt.
Ich kann euch nur sagen, wir sind stolz auf euch und wünschen euch, viele schöne erlebnisreiche Touren und erhaltet euch den Blick, für die wirklich guten Dinge des Lebens. Die kann man mit keinem Geld der Welt kaufen, die Natur, das Miteinander und die Verbundenheit.
Alex, tolle Fotos und Hut ab, du, als frischer Anfänger hast es geschafft, so eine wahnsinns tolle Tour zu meistern.
Wenn es im modernen Alltag des Lebens mal nicht so klappt, dann erinnert euch an diese Reise u. den Stapazen und euere Probleme werden klein.
Piet, Jenny, Alex , Stefan ihr seid Helden und ich verneige mich vor euch.
LG Mutter ;-)))
OMG...
LöschenVielen Dank Mutti. Grüße in die Heimat ;)
Never too old for traveling!
Hallo Stefan!
AntwortenLöschenDanke für den eindrucksvollen Bericht über (und ich sage das nicht nur, weil ich berufsmäßig für Frankreich Werbung machen MUSS ;)) eine de wohl schönsten Wanderdestinationen in Europa. Die Tour ist sicher nix für Jedermann, sieht schon viel nach Klettern aus, aber ein besonderes Erlebnis allemal. Über das mitgenommene Kinderzelt vom D. Bettenlager musste ich aber auch schmunzeln. Wenn das zwischendurch kaputt gegangen wäre, wärs im anderen Zelt schön muggelig geworden ;). Also Daumen hoch! Gepannt auf mehr!
Viele Grüße
Hallo Nadja,
Löschenvielen lieben Dank. Die Berglandschaft war wirklich faszinierend. Solche Felsformationen, komprimiert auf einer kleinen Insel, habe ich wirklich noch nicht erlebt.
Mit dem Zelt hatten wir wiklich großes Glück. Zur Not: unterm Sternenhimmel schlafen und auf eine regenfreie Nacht hoffen ;)
Viele Grüße,
Stefan
Hallo Stefan,
AntwortenLöschenauch Christian meldet sich hiermit wieder zurück von Korsika. ;-)) Ich habe gerade beide Korsika-Berichte von Dir mit viel Freude gelesen. Du sprichst mir damit aus der Seele. GÄNSEHAUT. Zwei ganz tolle Berichte, die den Kern wunderbar treffen... Die Gefühle auf dem GR20, der Kontrast, wenn man wieder runter in die stickige Stadt kommt, die gleichen Gedanken am Strand, ob das denn nun der "richtige Urlaub ist"... 3 Löffel CousCous gab es auf der L´Onda-Hütte zünftig als Nachschlag vom rauschebärtigen Hüttenwirt auf meinen Teller geklatscht... Vieles von dem, was du geschrieben hast, haben wir auch erlebt. Ich bin mit meiner Familie auch noch nach Calenzana gefahren, um noch einmal GR20-Luft zu schnuppern. Es kammen zufällig zwei Wanderer von oben, die deutlich ersichtlich den GR20 gelaufen waren. Die beiden klatschten sich ab und die die umstehenden Leute spendeten spontan Applaus für die beiden. Und da war die Gänsehaut wieder...
Ihr seid eine tolle Truppe, ich bin froh, euch persönlich kennengelernt zu haben. Vielleicht können wir uns mal auf ein Bier in Berlin treffen? Was haltet Ihr davon? Es gibt viel zu erzählen, die Zeit mit Euch in Haut-Asco war zu kurz... Ich würde mich sehr freuen!
Liebe Grüsse an Jenny, Piet und Alex.
P.S. Die Fotos und die netten Kommentare runden diesen Bericht sehr schön ab.
Hallo Christian,
Löschenvielen lieben Dank. Freut mich, dass du die Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen mit uns teilen kannst. Aber wir haben ja schon in Haut Asco gemerkt, dass wir alle auf einer Wellenlänge sind ;)
Wir würden uns wirklich freuen, euch in Berlin anzutreffen. Sören hat ja meine Mail-Adresse. Wenn ihr also (am besten frühzeitig) wisst, wann ihr Berlin besuchen möchtet, dann meldet euch bei mir. Ich stimme mich dann mit Jenny, Piet und Alex ab.
Ganz liebe Grüße und vielen Dank,
Stefan
PS: Bin ja schon ein wenig neidisch, dass du nochmal in Calenzana warst ;)
Hi Stefan,
AntwortenLöschenHab's vielleicht überlesen, aber wann genau wart ihr denn unterwegs? Haben uns selber auch in der Zeit von Ende Juli bis Anfang August auf dem GR20 rumgetrieben und bin grad dabei nach anderen Reiseberichten aus der Zeit zu suchen (und evtl. das ein oder andere bekannte Gesicht wiederzufinden). Bin mir nicht ganz sicher, kann aber gut sein, dass wir uns beim Abstieg nach Vizzavona kurz über den Weg gelaufen sind.
Eure Bilder sind jedenfalls echt schön geworden und machen mir schon wieder Lust da runter zu fliegen.
Mit dem Tippen bin ich leider nicht ganz so flott und hab bisher erste den Nordteil fertiggestellt.
( http://www.beuteltiere.org/2012/09/korsika-blasenfrei-auf-dem-gr-20-nord.html )
Aber da gab es ja auch überall soooo viele Eindrücke, dass es schwer fällt die zusammenzufassen und wiederzugeben.
Wünsche Euch noch viele erfolgreiche und schöne Touren,
Basti
Hallo Basti,
Löschenwir meisterten den Nordteil der Route in der letzten Juli- und der ersten Augustwoche. Ich glaube auch, dass wir uns über den Weg gelaufen sind. Es ist natürlich immer schwierig sich alle Gesichter zu merken, aber schön, dass alle ihre Bilder und Eindrücke im Netz veröffentlichen!
Euer Bericht ist auch sehr toll. Freue mich auf den Bericht von Südteil. Leider konten wir diesen nicht mehr laufen.
Viele Grüße,
Stefan
Hallo,
AntwortenLöschenwir haben den gr 20 dieses Jahr im August auf dem Programm. Ich habe eine Frage: Habt ihr euch vorher auf den Hütten angemeldet, oder muss man das nur machen, wenn man drinnen schlafen will?
Grüße,
J.
Hallo,
Löschenwenn ihr fest einplant in den Hütten zu schlafen, solltet ihr euch vorher unbedingt anmelden/reservieren. Die Hütten haben unterschiedliche Kapazitäten und sind daher hier und da voll belegt. Allerdings sind die Zeltmöglichkeiten deutlich günstiger, wenn nicht sogar kostenlos!
Viele Grüße,
Stefan
Oh, das klingt ganz nach meinem Geschmack, toller Bericht! :) Hab schon vorher gehört, dass Korsika zum Wandern toll sein soll. Wie viele Leute gehen denn den Weg? Trifft man am Tag mehrfach andere Leute? Da ich immer alleine wandere aber nicht lebensmüde bin und schon einige etwas blöde Erfahrungen gemacht habe, achte ich jetzt darauf, nur Wege zu gehen. wo im Notfall auch jemand innerhalb von 24 Stunden vorbeikommt...
AntwortenLöschenLG /inka
Hallo Inka,
Löschenkeine Sorge, der Weg ist kein Solo-Abenteuer. Eigentlich trifft man immer wieder auf Menschen. Ist aber gleichzeitig nicht überfüllt wie bspw. der Jakobsweg!
Wenn du noch weitere Fragen hast, immer raus damit!
Viele Grüße,
Stefan
Super Bericht!
AntwortenLöschenMich würde interessieren mit was für Temperaturschwankungen zu rechnen sind?
Ist ein Sommerschlafsack genug oder sollte man eine höhere Temperaturbreite abdecken können?
Wie bist du am Ende mit deiner Fitness ausgekommen. Bist du der Meinung das du es gut gewuppt hast?
Lg
Hallo,
Löschendie Schlafhütten liegen meist auf mittlerer Ebene der Insel, geschützt vor Wind und Wetter. Wir hatten einfache Schlafsäcke für gemäßigte Klimazonen dabei. Ein Sommerschlafsack sollte auch reichen. Wenn es doch etwas frisch wirst, kannst du dir ja immer noch Shirt und Hose anziehen.
Von der Fitness war es in Ordnung. Ist eben ungewohnt mit einem vollgepackten Rucksack eine solch lange Strecke über zwei Wochen durchs Gebirge zu kraxeln. Aber mit ein wenig Konditionstraining im Vormonat, hast du keine ernsten Probleme.
Viele Grüße,
Stefan
Toller Bericht, tolle Fotos, tolle Tips!
AntwortenLöschenWir sind im letzten jahr ebenfalls die hälfte des gr 20 gegangen und waren so beeindruckt, dass wir dieses jahr den ganzen gehen werden. nahrung mitzunehmen ist kein problem, wenn man sich auf vollkorn spaghetti und pulversoßen, milchbrei und haferflocken beschränkt..sogar espresso und kocher fanden platz im rucksack..schlafsäcke, zelt und matten haben wir auch geschleppt und wir sind zwei fauen...es geht also! Und die preise auf den hütten sind gerechtfertigt, man darf die fehlende infrastruktur im hochgebirge nicht vergessen!
AntwortenLöschenGruß Geli