23.08.2012

Interview mit den Gründern des deutschen Reisebloggerkollektivs

Von Stefan

Es handelt sich um die beste News des Jahres in der deutschen Reisebloggerszene – Die Gründung eines Reisebloggerkollektivs, bestehend aus den sieben einflussreichsten Reisebloggern.
Warum ich diesen Schritt toll finde? Gut, dass du nachfragst. Die Reisebloggercommunity ist eher ein schreiendes Baby, das noch aus der Wiege geholt werden muss, um es mit Aufklärung und Vorgehensweisen zu stillen. Das Kollektiv möchte allen Beteiligten als nährender Mutterbusen zur Seite stehen. Gemeinsam wollen sie Interessen vertreten und Standards in der Zusammenarbeit von Bloggern und Unternehmen erarbeiten. Vertreten wird dieses Kollektiv von den, wie ich finde, coolsten und engagiertesten Bloggern:

Yvonne Zagermann von „Just Travelous“
Angelika Schwaff von „ichweisswo“
Heike Kaufhold von „Köln Format“
Nina Hüpen-Bestendonk von „Smaracuja“
Christoph Pfaff von „von Unterwegs“
Johannes Knapp von „Reisedepesche“
Lea Hajner von „Vanilleah“

Joa Grüezli, liebes Reisebloggerkollektiv!
Ich hatte schon das Vergnügen, den größten Teil des Kollektivs persönlich zu treffen (außer Heike, Lea und Johannes. Das müssen wir noch nachholen!). Von daher kann ich euch sagen, dass diese Blogger wissen, was zu tun ist, um das Baby zu einem sympathischen und wachsamen Erwachsenen zu erziehen.
Um euch einen besseren Eindruck und Hintergrundinfos zum Vorhaben zu vermitteln, habe ich kurzerhand mit Yvonne und Angelika ein Interview geführt:

Stefan (S): Könntet ihr den Hintergrund und den Beweggrund zur Gründung des Kollektivs näherbringen?
Angelika und Yvonne (A & Y): Auf der ITB 2012 wurde während Gesprächen, Podiumsdiskussionen und internen Treffen klar: hier setzt sich etwas Größeres in Gang. In die deutsche Reisebloggerszene kommt Bewegung. Ein erstes Treffen zwischen in Deutschland lebenden Reisebloggern und der Tourismusindustrie, das Angelika organisiert hatte, zeigte: es ist nicht nur Gesprächsbedarf zwischen beiden Seiten da, sondern auch Handlungsbedarf. Beide Seiten hatten Interesse an einer Kooperation und diese Erkenntnis war neu für wiederum beide Seiten. Durch persönlichen Austausch haben sich dann sieben Blogger zusammengetan um daraus konkretes zu entwickeln.
S: Sicherlich eine Frage, die von anderen Bloggern kommen wird: Inwiefern profitieren Reiseblogger außerhalb des Kollektivs von dem erhofften Erfolg eurer Arbeit?
A & Y: Die im Kollektiv vertretenen Reiseblogger sind in ihrem beruflichen Fachgebiet schon Profis. Zusammen sind sie sprichwörtlich noch stärker. Wir können mit unserem Kollektiv sicherlich Türen öffnen und Wege beschreiten, die vorher noch nicht genutzt worden bzw. verschlossen waren. Das wird jedem Reiseblogger, der professionell und qualitativ hochwertig arbeitet, helfen. Unser Ziel ist es, ein Sprachrohr für die professionell arbeitenden Reiseblogger zu sein. Auch außerhalb unserer Gruppe tauschen wir uns ja weiterhin mit vielen Reisebloggern aus und sind gut mit ihnen vernetzt.
S: Welchen Einfluss erhofft ihr euch auf die deutsche Reisebloggercommunity und die Tourismusagenturen?
A & Y: Das Wichtigste: es besteht wie gesagt großes Interesse auf beiden Seiten, verstärkt miteinander zu arbeiten. Wir erhoffen uns mehr Professionalität auf beiden Seiten und mehr Verständnis auf beiden Seiten.
S: Es gab in der Vergangenheit außergewöhnliche Extremfälle in der Reisebloggerszene. Wo liegen die Grenzen der Standards und Richtlinien, denen ihr entgegenstrebt, ohne selbst in die Schusslinie zu geraten?

A & Y: Wir haben schon Grundsätze herausgearbeitet, die für UNS für professionelles Bloggen stehen. Das heißt nicht, dass das jeder so sehen muss. Wichtig ist natürlich zum einen, dass Blogger trotz Zusammenarbeit mit der Industrie immer und unabdingbar ihre eigene Meinung publizieren und sich trotz Unterstützung nicht vor einen Karren spannen lassen. Zum anderen haben wir für uns definiert, dass wir eine klare Kommunikation mit der Industrie wünschen. Ziel ist auch hier, dass wir Wege freischlagen, die es vorher nicht gab.

Ich bedanke mich für das kurzfristige Interview und wünsche dem Kollektiv viel Erfolg bei den bevorstehenden Aufgaben.

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