von Oli
Fotos: marie Lawrenz
Kreta ist ein
Mekka für Trekkingtrips
und für Radsportler (z.B.
Mountainbike und Downhill).
Die beste Reisezeit für
diese Aktivitäten ist
meiner Meinung nach März
bis Mai sowie
Oktober und
November. In den
Sommermonaten werden es
schnell 40 Grad
im Schatten,
da ist eher Surfen
oder Siesta angesagt. Den
einen obligatorischen Regentag
im Juni habe ich
zum Glück noch nie
erlebt.
Zusammen
mit
meiner
Freundin
entdeckte
ich
vor
vier
Jahren
meine
Leidenschaft
für
Griechenland.
Bisher
bin
ich
oft
dorthin
verreist
und
durfte
Land,
Leute
und
Kultur
kennenlernen.
In
dieser
kleinen zweiteiligen Artikelserie
möchte
ich
euch
mein
Lieblingsreiseziel
vorstellen:
Kreta.
Ich
mache euch mit den Hot
Spots
meiner
letzten
Reise
bekannt und
gebe
euch
nützliche
Tipps,
wie
ihr
kostengünstig
die
Insel
am südlichsten Ende Europas entdecken
könnt.
Kommt
mit
auf
die
Reise
im
ersten
Teil:
Mit dem Flieger geht es
direkt nach Iráklio. Bereits der Hafen der Hauptstadt gibt einen
Blick auf das Ída-Gebirge frei. Für 80 Cent komme ich ins Zentrum
oder zum nächsten Busbahnhof. Iráklio ist geschäftig und sticht
damit aus dem kretischen Inselleben hervor. Für mich nicht die
schönste Örtlichkeit der Umgebung, doch durch den großen
orientalischen Einfluss in ihrer Architektur sehr aufregend. Es
bietet viele interessante Museen (u.a. das Ikonenmuseum) und den
Morosini-Brunnen. Übrigens gibt es dort in den kleinen Tavernen auch
Gyros mit Salat und Bratkartoffeln für 2,80€ und Fassbier für
2,50€. Ich war ganz von den Socken.
Gestärkt geht es für
einen schmalen Taler mit dem Bus weiter nach Réthimno. Die
Schnellstraße an der Nordküste Kretas ist dafür die schnellste
Verbindung. Die kleine gemütliche Stadt kann eine tolle
Hafenpromenade vorweisen. Ein besonders
schöner Teil ist der
Venezianische Hafen mit
einem alten Leuchtturm.
Hier lässt sich die wunderschöne Aussicht in lauschigen
Restaurants sitzend mit passender griechischer Atmosphäre genießen.
| Alter Leuchtturm des Venezianischen Hafens in Réthimno |
Vor den
Tavernen werden den
Vorbeigehenden lebendige und
sich windende Langusten und
Hummer vor die Nase
gehalten. „Wanna
eat
here,
my
brother?“
– Nein,
danke.
Ich hatte gerade
drei Kilo Gyros.
In vielen Reiseführern
wird der Arimóndi-Brunnen als Sehenswürdigkeit angepriesen.
Erwartet euch davon nicht zu viel. Stattdessen sollte die alte
Festung Fortezza besichtigt werden, jedoch nicht in der Mittagshitze.
In Umgebung der Fortezza lassen sich nach der Besichtigung die
günstigsten Mahlzeiten mit Meerblick ergattern.
Zudem gibt es überall
Magenfüller wie einen frischen Laib Brot, Olivenpaste und einem
Liter Wasser für insgesamt 2,20€ oder in der ganzen Stadt Gyros
für 2,50€. Übrigens, den besten
Gyros Kretas gibt es
meiner Meinung nach in
Réthimno im Neratze Grill
an der Moschee/Odeon.
Sparfüchse finden unweit
des Busbahnhofs ein größeren Supermarkt, in dem kostengünstig
eingekauft werden kann.
In unzähligen kleinen
Gassen der Stadt laden gemütliche und versteckte Tavernen zum
Verweilen ein. Geht auf Entdeckungstour! Verlaufen kann man sich hier
nicht.
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| In den Gassen Réthimnos verliert man sich gern in südländischem Flair |
Mein nächstes Ziel ist
Agia Galini im Süden Kretas. Auch hier gibt es
eine Busanbindung über die Nord-Süd-Verbindungsstraße. Auf
kurvenreichem Asphalt führt mein Weg durchs Ída-Gebirge. Die
höchsten Gipfel tragen tatsächlich noch Schnee, und das bei 40 Grad
im Schatten! Wer auf Kreta mit dem Auto unterwegs ist, sollte
achterbahnerprobt sein. Kreter nehmen übrigens fast jede Kurve mit
Tempolimit 80 und schneiden sie mit Leidenschaft, also ist Vorsicht
geboten.
Auf der Strecke liegen
viele Bergdörfer, in denen die Insel ihren Ursprung bewahrt.
Zwischen all dem buschig-kargen Bergpanorama bahnt sich die Straße
durch vereinzelte Oasen aus kleinen Baumgruppen. Ich fühle mich an
den Brandenburger Wald erinnert. Eine wunderbare Aussicht begrüßt
mich, als ich in Spíli ankomme. Wer mal so richtig ausspannen
möchte, ist hier genau richtig, denn in Spíli gibt es nicht viel
mehr zu sehen als einen Brunnen und ein Kloster. Abends sind nur noch
Einheimische unterwegs, die mit Touristen scheinbar noch nichts
Richtiges anzufangen wissen. Ein ruhiges und gemütliches Örtchen.
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| Sind die Fischer unterwegs, gibt es nicht viel zu tun |
Nach zirka einer Stunde
Fahrt erreiche ich meinen Bestimmungsort. In Agia Galini fallen die
Berge ins Wasser. Zwischen der Steilküste fügt sich ein kleiner
Hafen ins Bild. Hier wirkt das tägliche Treiben nochmal einen Tick
langsamer. Ein Souvenirshop reiht sich an den nächsten. Das Meer ist
ruhig, der ablandige Wind schlägt kaum Wellen.
Nächste
Woche
erscheint
der
zweite
Teil
meines
Kretareiseberichts.
Am
Ende
dieser
Artikelserie
erhaltet
ihr
noch
eine
übersichtliche
Zusammenfassung
mit
allen
wichtigen
Fakten,
um
günstig
die
Insel
zu
erkunden.


Vor einem Monat war ich auf der Insel Thassos, im Norden Griechenlands. Absolut schöne Insel, wenige Touristen, billige Unterkunft, viele Möglichkeiten zum Wandern und MB-Fahren.
AntwortenLöschenIch würde sehr gerne auch nach Kreta, vor allem wegen der historischen Stätten... eines Tages! :)