von Oli
Fotos: Ute Lawrenz
Zuerst muss ich mich anmelden, damit ich mir Tourenvorschläge ansehen und auch eigene speichern kann. Die Oberfläche zeigt sich praktisch übersichtlich und verständlich und ist leicht bedienbar. Ich suche meinen Startpunkt aus. Über Aktuelle Position kann die App meinen momentanen Standort ermitteln - oder ich suche mir einen beliebigen Ausganspunkt heraus.
Fazit: Wie nützlich ist die Tourenplanungs-App?
Im folgenden Abschnitt lassen wir Tobias, einen der komoot Gründer, zu Wort kommen:
Gab es Hürden während der
Entstehungsphase oder seid ihr an einem Punkt sogar an eure Grenzen
gestoßen?
Beim Nutzen eurer App für unterwegs ist uns sehr positiv aufgefallen, dass selbst die kleinsten und unbekanntesten Pfade verzeichnet sind. Wie habt ihr das bewerkstelligt?
Fotos: Ute Lawrenz
Gehört die klassische Wanderkarte
der Vergangenheit an? Mittlerweile gibt es Routenplaner online und
interaktive Reisekarten auf dem Handy. Taugen die digitalen Alternativen
wirklich etwas oder sind Karte und Kompass immer noch unverzichtbar für
jede Art von Outdoortrip? Ich will es wissen.
Bei gutem Pfingstwetter mache ich mich auf die Socken, um eine
Tourenplanungs-App zu testen, die komoot App. Sie soll mir
Routenvorschläge für Outdooraktivitäten liefern. Ausgangsort für mich
ist eine Weggabelung bei Blankensee, einem Ortsteil von Trebbin im
schönen Brandenburger Südwesten. Gestärkt durch Beelitzer Spargel und
Schweineschnitzel will ich einen kleinen Verdauungsspaziergang
absolvieren. Also Smartphone gezückt und die App geöffnet.
| Saftig grüne Bäume und blühende Wiesen - da machen Touren Spaß |
Zuerst muss ich mich anmelden, damit ich mir Tourenvorschläge ansehen und auch eigene speichern kann. Die Oberfläche zeigt sich praktisch übersichtlich und verständlich und ist leicht bedienbar. Ich suche meinen Startpunkt aus. Über Aktuelle Position kann die App meinen momentanen Standort ermitteln - oder ich suche mir einen beliebigen Ausganspunkt heraus.
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| Einszwei Einstellungen, dann geht's los! |
Ich kann zwischen einer Rundtour und
einer Strecke mit Start- und Zielpunkt wählen. Ich entscheide mich für
eine Rundtour. Nun muss ich noch ein paar weitere Einstellungen
vornehmen: Meine Fortbewegungsart (Wandern, Mountainbiken oder
Fahrradfahren), eine Einschätzung meiner Kondition und die Zeit oder
Distanz meiner Unternehmung.
Über Tour planen gelange ich zu den Tourenvorschlägen. Diese
gefallen mir sehr gut, da die ungefähr benötigte Zeit, die Distanz, der
Höhenunterschied und die besonderen Merkmale der Strecke sofort auf
einen Blick zu sehen sind - super!
Jetzt zeigt sich meine gewählte Strecke. Bei der Wahl der Wege besteht keine Verwechslungsgefahr,
denn auf dem digitalen Plan lässt es sich alles genau erkennen. Mit
Hilfe kleiner Pfeile wird sogar auf die Laufrichtung hingewiesen. Was
mir besonders positiv auffiel: Auch der kleinste Wanderpfad ist in der
Karte verzeichnet.
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| Tourenvorschlag von komoot |
Wird auf Los geht’s gedrückt, zeichnet die
App meine zurückgelegte Wanderstrecke auf. Der Weg, den ich nun
zurücklege, kann später von mir benannt und abgespeichert werden.
Praktischerweise kann ich auch die Fotos, die ich auf dem Weg mit meinem
Smartphone schieße, eben genau dieser Strecke zuordnen. Durch das
Drücken der Lupe wird nicht etwa weiter in die Karte hineingezoomt,
sondern weitere Highlights und Ausflugsziele der Strecke aufgelistet.
Auch Raststätten sind darin enthalten.
Die App führt mich über schöne Wege durch eine tolle Landschaft. Es
geht am Blankensee vorbei durch einen knackig grünen Park, ich genieße
die Brandenburger Landschaft. Ein kleiner Abstecher beim örtlichen
Fischer ist auch noch drin. Dann bemerke ich, dass der Imker heute Tag
der offenen Tür hat. Das trifft sich natürlich perfekt! Ich ändere meinen Weg in der App
und decke mich beim Imker mit Honig ein, nachdem ich mir einige Dinge
über Bienenzüchtung beibringen lassen habe.
| Aussicht auf den Blankensee |
Fazit: Wie nützlich ist die Tourenplanungs-App?
Die Tourenplanungs-App von komoot ist sehr praktisch und übersichtlich.
Hinzu kommt ihre schnelle und einfache Bedienung. Mich
fasziniert besonders, dass sogar noch so kleine und unbekannte Wanderpfade
angezeigt werden. Das vermittelt mir folgendes Gefühl: Derjenige, der
mir diese Tour vorschlägt, kennt sich aus. Und diese Routen sind wie in
meinem Fall nicht nur gut zurückzulegen, sondern auch schön anzusehen.
Informationen werden umsonst und weltweit per GPS auf dem Smartphone abgespeichert, also
keine Angst, wenn die Internetverbindung in der Pampa schlapp macht. Die
komoot App bietet bereits Karten- und Tourenmaterial für viele
europäische Regionen und wird ständig erweitert. Sie ist von großem
Nutzen und ich rate jedem Naturfreund oder Outdoorsportler sie einmal
auszutesten, denn sie wird in der jeweiligen Heimatregion kostenlos angeboten.
Im folgenden Abschnitt lassen wir Tobias, einen der komoot Gründer, zu Wort kommen:
Wie seid ihr auf die Idee gekommen,
komoot zu entwickeln und wann habt ihr eure Pläne in die Tat
umgesetzt?
Die Idee zu komoot kam
uns 2008 bei einer Wanderung im Allgäu. Wir hatten ein GPS-Gerät
dabei, aber waren enttäuscht von der Benutzerfreundlichkeit und
den Möglichkeiten zur Tourenplanung. Also haben wir darüber
nachgedacht, wie ein einfaches und nützliches Navi für Wanderer
und Fahrradfahrer aussehen könnte.
Gab es Hürden während der
Entstehungsphase oder seid ihr an einem Punkt sogar an eure Grenzen
gestoßen?
Als Gründer stößt man ständig auf neue Herausforderungen in vielen verschiedenen Bereichen. Zur Konzeption und Produktentwicklung kommen z.B. auch schnell rechtliche oder finanzielle Fragen hinzu. Wir haben aber auch viel Hilfe bekommen, z.B. von der UnternehmerTUM oder dem Gründerservice der TU Berlin. Nachdem die ersten Konzepte standen haben wir schnell verschiedene Wettbewerbe gewonnen und Förderungen bekommen. So ging es kontinuierlich voran und wir konnten einen Investor gewinnen. Seit eineinhalb Jahren haben wir jetzt unser Büro in Potsdam am See. Das Team besteht mittlerweile aus 13 Mitarbeitern. Das macht schon ein bisschen stolz. Eigentlich gibt es nach wie vor täglich neue Herausforderungen, aber genau das motiviert uns.
Beim Nutzen eurer App für unterwegs ist uns sehr positiv aufgefallen, dass selbst die kleinsten und unbekanntesten Pfade verzeichnet sind. Wie habt ihr das bewerkstelligt?
Die Technologie hinter komoot bringt im ersten Schritt hunderte Millionen Datensätze unterschiedlicher Partner und Quellen zusammen. Zum Beispiel aus OpenStreetMap, einem genialen Projekt, dessen Mitglieder eine freie Weltkarte erstellen. Die Daten müssen dann so aufbereitet werden, dass wir daraus individuelle Routen planen, Ausflugsziele vorschlagen und topographische Karten erzeugen können. Insgesamt steckt also einiges an Technologie, Entwicklung und Rechenleistung dahinter.
Komoot ist von Naturfreunden für
Naturfreunde entwickelt worden. Wie viele Touren habt ihr selbst
schon mit eurer tollen Erfindung unternommen?
Wir sind ständig mit komoot unterwegs. Einerseits, weil wir neue Funktionen ja testen müssen, bevor sie in die App kommen. Wir sind aber auch privat schon süchtig danach geworden, unsere Wander-, Fahrrad-, Jogging-, oder Longboard-Touren aufzuzeichnen, sie online mit Fotos und Erinnerungen zu füllen und sie mit Freunden zu teilen. Unser großer Team-Ausflug im Herbst war natürlich eine mit komoot geplante Wandertour: http://www.komoot.de/tour/team-ausflug-ins- elbsandsteingebirge/t101338 .
Ob Wandern, Bergsteigen, Mountainbiken
oder Fahrradfahren: Ihr bietet Tourenvorschläge für jeden
Geschmack. Was steht bei komoot als nächstes auf dem Programm?
Letzte Woche haben wir die erste Sprachnavigation für Fahrradfahrer für Android herausgebracht. In Kürze kommt das auch auf dem iPhone. Für www.komoot.de gab es neue User- und Tourseiten. Auch dort ist einiges in der Pipeline. Diesen Sommer wird es noch eine komplett überarbeitete Routenplanung mit wesentlich mehr Information und auch für’s Rennrad geben. Wir freuen uns schon wie wild.
Vielen Dank an Stephanie und Tobias, die das Interview ermöglicht haben!


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